Längste Mietwachstumsperiode seit mehr als 30 Jahren – ein Ende ist noch nicht in Sicht
Auf Sicht der nächsten zwei bis drei Jahre spricht nahezu alles dafür, dass Büroflächen noch knapper werden und sich entsprechend verteuern. Büronutzer sind gut beraten, sich darauf einzustellen und Strategien zum Umgang mit der nochmals steigenden Knappheit zu entwickeln. Für die Zeit danach, also ab 2020/21, wird der Ausblick allein schon deshalb unklarer, weil wir heute noch nicht wissen, wie kräftig das Angebotswachstum dann ausfallen wird. Hinzu kommt, dass einige Einflussfaktoren – höhere Flächeneffizienz durch Coworking, langsameres Städtewachstum und Alterung der Bevölkerung – zwar mit hoher Wahrscheinlichkeit für ein geringeres Wachstum der Büroflächennachfrage sorgen werden, das konkrete Ausmaß lässt sich aufgrund der komplexen Gemengelage jedoch kaum beziffern.
Während sich die demographischen Komponenten noch vergleichsweise verlässlich prognostizieren lassen und für ein langsameres, aber anhaltendes Wachstum der Büroflächennachfrage in den Top-5-Märkten sprechen, ist die künftige Entwicklung des Büroflächenverbrauchs je Beschäftigten weit schwieriger. Digitalisierung und Coworking könnten hier vieles auf den Kopf stellen. Eigentümer und Investoren sollten diesen Aspekten also besondere Aufmerksamkeit schenken, zumal sie den Flächenbedarf nicht nur in quantitativer, sondern auch in qualitativer Hinsicht maßgeblich beeinflussen könnten.
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