„Wir werden in einer anderen Welt leben, wenn die Krise vorbei ist“, so Yuval Noah Harari, einer der bekanntesten Historiker unserer Zeit, kürzlich in einem Interview. Wie diese Welt aussieht, ist offen. Von unserer heutigen Welt wird sie sich sicherlich nicht substanziell, sondern nur in Nuancen unterscheiden. Doch in der Immobilienbranche, die geprägt ist von langfristig wirksamen Entscheidungen, können diese Nuancen den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg, zwischen Gewinn und Verlust bedeuten. Deshalb ist es für Immobilienmarktakteure besonders relevant, sich mit den Langfristimplikationen der COVID-19-Pandemie auseinanderzusetzen, um jene Nuancen aufzuspüren.
Auch wir haben uns gemeinsam mit der EBS Universität auf Spurensuche begeben. Dabei haben fünf Autoren jeweils eine persönliche Hypothese formuliert, wie die Post-COVID-19-Immobilienwelt aussehen könnte. Ihnen möchten wir hier ein Forum geben. Nicht weil wir glauben, dass sie mit ihrer Version der Zukunft genau ins Schwarze treffen, sondern weil wir davon überzeugt sind, dass erst eine intensiv geführte, auch gerne konträre Debatte die besten Argumente hervorbringt und uns allen dabei hilft unser Zukunftsbild zu schärfen. Widerspruch ist also nicht nur erlaubt, sondern gewünscht.
Prof. Dr. Kerstin Hennig - Head of Real Estate Management Institute EBS Universität für Wirtschaft und Recht
Matthias Pink - Director / Head of Research Savills Germany
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