Covid-19

Research Artikel

Frage #16: Wie stark sind die einzelnen Branchen von der Krise betroffen?

erstellt am 29. April 2020

Der Pandemie und ihren Folgen kann sich keine Branche entziehen. Bei allen Unternehmen sind durch die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie (z. B. Grenzschließungen, Ausgangssperren) die Produktions- und Lieferketten mehr oder weniger stark gestört. Hinzu kommt eine teils drastisch geringere Nachfrage in all jenen Wirtschaftsbereichen, die einen persönlichen Kontakt von Anbieter und Nachfrager voraussetzen – und das sind die meisten. Doch auch viele voll digitalisierte Angebote dürften unter geringerer Nachfrage leiden – angesichts der Unsicherheit vieler Menschen über ihre künftige Einkommenssituation wird ihre Konsumneigung gering sein. Trotzdem gibt es einige Bereiche, wo die Nachfrage zum Teil stark gestiegen ist. Dazu zählen der Online-Lebensmittelhandel, digitale B2B-Angebote wie Video Conferencing sowie Teile der Gesundheitswirtschaft.

Betroffenheit der einzelnen Branchen und ihr Beitrag zur Bruttowertschöpfung

Die obige Grafik gibt einen Überblick darüber, wie hoch die zu erwartenden Produktionsausfälle in den einzelnen Branchen gemäß Einschätzung des ifo Instituts sind und in welchem Maße diese Branchen zur Bruttowertschöpfung in Deutschland beitragen. Lediglich einige wenige Branchen, darunter die Lebensmittelindustrie müssen demnach nicht mit Einschränkungen rechnen. Sie stehen aber für immerhin gut ein Fünftel der Bruttowertschöpfung in Deutschland. Branchen, die von einem Totalausfall betroffen sind, darunter die Beherbergung, stehen für immerhin knapp 30 % der deutschen Bruttowertschöpfung.

Aufgrund der aktuell sehr dynamischen Situation und sich rasch ändernden Gegebenheiten möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die hier wiedergegebenen Einschätzungen dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung entsprechen und wir diese nicht aktualisieren.

 

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