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Research Artikel

Frage #28: Wie sensibel reagieren die Logistikmieten?

erstellt am 18. Mai 2020

Der Logistikmarkt gehört zu den wenigen, bei denen wir in Teilsegmenten eine stark steigende Nachfrage beobachten. Unter dem Strich rechnen wir aber auch hier mit einem temporären Nachfragerückgang. Die langfristigen Effekte lassen viele Szenarien zu und sprechen in Summe wohl eher für einen steigenden Flächenbedarf . Kurzfristig spielen aber Themen wie Mietstundungen und Incentives eine größere Rolle und insofern stellt sich die Frage, inwieweit die Mieten reagieren.

Ein Blick auf die letzten beiden Rezessionen zeigt, dass die Spitzenmieten für Logistikflächen 2002/03 zurückgegangen sind, 2009 jedoch nicht (siehe Abbildung unten). Generell entwickelten sich die Logistikmieten in den letzten 20 Jahren stabiler als die Büro- und Einzelhandelsmieten. Ein wesentlicher Grund dürften die kurzen Bauzeiten sein, wodurch die Angebotsseite schneller auf Nachfrageänderungen reagieren kann. Spekulative Projekte sind zudem vergleichsweise selten, zumeist wird aufgrund eines konkreten Nutzerbedarfs gebaut.

Veraenderung des BIP und der Spitzenmieten in den Top 7

Darüber hinaus dürften sich Schwankungen der Marktmieten in deutlich geringerem Ausmaß in die Cashflows der Eigentümer übersetzen als in vielen anderen Segmenten, weil die Mietvertragslaufzeiten für Logistikflächen vergleichsweise lang sind. Aus Sicht des Eigentümers sind die Logistikmieten also gleich in doppelter Hinsicht weniger volatil als die vieler anderer Nutzungsarten. Ein Rückgang der Logistikmieten lässt sich angesichts der Tiefe der Rezession zwar nicht ausschließen, er dürfte aber zumindest vergleichsweise gering ausfallen.

Aufgrund der aktuell sehr dynamischen Situation und sich rasch ändernden Gegebenheiten möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die hier wiedergegebenen Einschätzungen dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung entsprechen und wir diese nicht aktualisieren.

 

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