Covid-19

Research Artikel

Frage #20: Mit welchem Effekt auf die Büroflächenpipeline in den Top 7 ist zu rechnen?

erstellt am 6. Mai 2020

Obwohl der Bausektor vergleichsweise wenig von der COVID-19-Pandemie betroffen ist, hinterlässt das Virus auch beim Büroflächenneubau seine Spuren:

  1. Aufgrund der Reisebeschränkungen und der gestörten Lieferketten geht die Arbeit auf den Baustellen zum Teil langsamer voran.
  2. Viele Genehmigungsverfahren wurden ausgesetzt oder dauern länger.
  3. Die Finanzierung von Projektentwicklungen ist schwieriger geworden.

Da es sich bei Bauvorhaben um jahrelange Projekte handelt, werden diese Effekte erst mit großer zeitlicher Verzögerung tatsächlich angebotswirksam. Zwar gehen wir davon aus, dass bereits begonnene Bauvorhaben auch fertiggestellt werden, ein Fragezeichen steht jedoch hinter Projektentwicklungen, die sich noch in der Planungsphase befinden. Das gilt insbesondere für Projekte ohne Vorvermietung.

Büroflächenpipeline in den Top 7

Die Entwickler könnten hier gewillt oder sogar gezwungen sein ihre Projekte aufzuschieben. Erste Folgen könnten dann ab 2021 zu spüren sein. Etwa ein Drittel des für nächstes Jahr in den Top 7 vorgesehenen Fertigstellungsvolumens entfällt auf geplante Projekte, die derzeit noch keine Vorvermietung aufweisen (siehe Abbildung oben). Insgesamt betrifft das 490.000 m2 Bürofläche. In 2022 gilt dies für knapp zwei Drittel der Pipeline bzw. etwa 1,14 Millionen m2. Zum Vergleich: das komplette Flächenfertigstellungsvolumen des vergangenen Jahres betrug rund 1,26 Millionen m2 Bürofläche. Ein Teil dieser Pipeline dürfte nun wegfallen, auch wenn wir das Ausmaß noch nicht kennen.

Aufgrund der aktuell sehr dynamischen Situation und sich rasch ändernden Gegebenheiten möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die hier wiedergegebenen Einschätzungen dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung entsprechen und wir diese nicht aktualisieren.

 

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